Ähnliche Artikel

England – Argentinien 1:2: hat Tuchel das Spiel herschenkt?

Updated August 2026
Licensed
usAvailable in US
Fast payouts
18+ Only
Want more predictions?
Join our Telegram channel
Join
Halbfinal-Rückblick England gegen Argentinien im Mercedes-Benz Stadium
Mittwoch, 15. Juli 2026, 20:00 Uhr ET im Mercedes-Benz Stadium in Atlanta. 68 239 Zuschauer. Argentinien folgt Spanien in den WM-Final — mit einem Drehbuch, das an Dramatik kaum zu überbieten ist.

Diese Debatte muss geführt werden, weil sie die grösste Frage der englischen Fans ist: War es Pech oder Strategie? England führte 1:0, kontrollierte 35 Minuten lang das Spiel — und kassierte in den letzten fünf Minuten zwei Tore. Tuchel stellte auf eine Fünferkette um, weil «es zu viele Lücken» gab, wie er später sagte. Also: war das Systemwechsel eine Vorsichtsmassnahme oder der Anfang vom Ende?

Die Spielanalyse auf einen Blick

Faktor England Argentinien
Endresultat 1 2
Torschüsse 5
Schüsse aufs Tor 2
xG 0,53
Ballbesitz 36 % 64 %
Erste 30 Minuten Kein Torschuss auf beiden Seiten — erstmals seit 1966 in einem WM-Spiel
Torschützen Gordon 55′ (Vorarbeit Rogers) Enzo Fernández 85′ (Vorarbeit Messi), Lautaro Martínez 90+2′ (Vorarbeit Messi)
Rote Karten 0 0
Gelbe Karten Elliot Anderson (Foul an Messi) Lisandro Martínez
Schiedsrichter Ismail Elfath (USA)

Quellen: Sky Sports, Wikipedia, NBC Miami, Buenos Aires Times (15.–16. Juli 2026). Verifiziert über vier unabhängige Quellen.

Die drei Wendepunkte

1. Tuchels Fünferkette ab der 60. Minute

England führte seit der 55. Minute, und Tuchel wechselte das System: «We decided to go to a back five because there were too many gaps and they were far too open.» («Wir haben uns für eine Fünferkette entschieden, weil es zu viele Lücken gab und sie zu offen standen.», Tuchel via BBC, Sky Sports, 15.7.). Die Fünferkette sollte «We did it to close the gaps inside and be stronger in the air.» («die Lücken innen schliessen und in der Luft stärker sein.», Tuchel via BBC, Sky Sports, 15.7.). Taktisch nachvollziehbar — praktisch fatal.

2. Messis erstes Assist (85.’)

Bis zur 85. Minute war Messi auffällig, aber nicht entscheidend. Dann kam sein Pass aus dem zentralen Mittelfeld zu Enzo Fernández, der aus der Distanz traf. Ein Schuss, den man nicht halten kann. Gordon’s Führung war 30 Minuten her, Messi hatte sie in dieser Szene praktisch allein ausgelöscht.

3. Messis zweites Assist (90+2′)

Drei Minuten Nachspielzeit. Messi flankt von rechts, Lautaro Martínez köpft zum 2:1. Der Schütze danach: «I dreamed it, I swear. I told Alexis that I was going to score.» («Ich habe es geträumt, ich schwöre. Ich habe Alexis gesagt, dass ich treffen werde.», Lautaro Martínez, The Tribune / ANI, 16.7.)

Scaloni erklärt die Wende

Der argentinische Trainer sprach nach dem Spiel ungewohnt offen. Drei Aussagen, die das Spiel zusammenfassen:

  1. «I think that this team plays the best when we are facing adversity.» («Ich denke, dass diese Mannschaft am besten spielt, wenn sie unter Druck steht.», Scaloni, Buenos Aires Times, 16.7.)
  2. «There was blood in the water, and we went for it.» («Es gab Blut im Wasser, und wir sind rangegangen.», Scaloni, Buenos Aires Times, 16.7.)
  3. «This group is difficult to explain. It is a show of the collectiveness, the brotherhood that we are in, the fight to the very end that we have.» («Diese Gruppe ist schwierig zu erklären. Sie ist eine Show der Kollektivität, der Brüderlichkeit, die wir haben, und des Kampfs bis zum Schluss.», Scaloni, Buenos Aires Times, 16.7.)

Tuchel verteidigt die Entscheidung

Tuchel wurde nach dem Spiel gefragt, ob er die Fünferkette bereut. Seine Antwort, verbatim von BBC (via Sky):

Harry Kane, der Kapitän, gab zu: «Once we went 1-0 up we seemed to just try and hold on, which at this level is just not enough, so I’m gutted.» («Sobald wir 1:0 führten, schien es, als würden wir nur versuchen, das Ergebnis zu halten, was auf diesem Level einfach nicht reicht.», Kane via BBC, Sky Sports, 15.7.)

Was Tuchel richtig macht: Die defensiven Lücken waren real, Argentinien hatte vorher 19 Tore geschossen. Was Tuchel falsch einschätzt: Eine Fünferkette nimmt nicht nur Lücken, sondern auch Zugriff aufs Mittelfeld — und Messi braucht genau den Raum, den eine Fünferkette freilässt.

Was bleibt vom englischen Turnier

England verliert zum zweiten Mal in einem WM-Halbfinal in Folge (nach 2018) — und zum vierten Mal bei den letzten fünf grossen Turnieren im Halbfinal (WM 2018, EM 2020, WM 2022, EM 2024, jetzt WM 2026). Tuchel hat das Amt seit 2025 inne, sein Vertrag läuft bis 2028 — der englische Verband hat noch keine Stellungnahme abgegeben, ob er bleibt.

Für die Schweiz hat das direkte Folgen: Samstag, 18. Juli, 23:00 Uhr MESZ trifft England im Spiel um Platz 3 auf Frankreich. Für Schweizer Fussballfans ein Schlüsselspiel: die indirekte Frage «Wie weit ist die Schweiz wirklich?» hängt vom Abschneiden anderer europäischer Grossmächte ab.

Drei Buchmacher-Märkte, die jetzt interessant sind

Da England ausgeschieden ist, leiten sich drei neue Wetten ab:

Tipp 1: England gewinnt das Spiel um Platz 3 — Quote ca. 2,52

Implizite Wahrscheinlichkeit 39,7 %. Meine Schätzung 36 %. Negativer Wert, Wetten abzuraten. England wird rotieren, Kane und Bellingham könnten geschont werden, Tuchel steht vor einer Motivationsfrage.

Tipp 2: Mbappé wird Torschützenkönig — Quote ca. 3,00

Implizite Wahrscheinlichkeit 33,3 %. Messi führt mit Assists-Tiebreak 8:8 bei Toren, aber Messi spielt noch ein Spiel (Final), Mbappé spielt auch noch eins (Spiel um Platz 3, Samstag). Wenn Messi im Final nicht trifft und Mbappé im Spiel um Platz 3 zwei Tore macht, kippt die Reihenfolge. Empfohlener Einsatz: 2 % der Bankroll.

Tipp 3: Kane wird Dritter in der Torschützenliste — Quote ca. 5,00

Implizite Wahrscheinlichkeit 20 %. Meine Schätzung 22 %. Kane hat 6 Tore und spielt Samstag gegen Frankreich. Mit einem Dreierpack wäre er Dritter. Wert positiv, aber sehr volatil. Empfohlener Einsatz: 1 % der Bankroll.

Was passiert mit England jetzt?

Samstag, 18. Juli 2026, 17:00 ET / 23:00 MESZ — Hard Rock Stadium, Miami Gardens FL. England trifft auf Frankreich um Platz 3. Schweizer Fans dürfen einen weiteren Mitternachts-Klassiker erwarten, dieses Mal aber ohne Halbfinal-Spannung.

FAQ

Wie hat Argentinien gegen England gewonnen?

2:1 nach 0:1-Rückstand. Tore: Enzo Fernández 85′, Lautaro Martínez 90+2′. Beide Tore von Messi vorbereitet.

Wer war der englische Torschütze?

Anthony Gordon in der 55. Minute, nach Vorarbeit von Morgan Rogers.

Hat Messi im Halbfinal getroffen?

Nein — er hat beide Tore vorlegt (assistiert), aber kein eigenes Tor erzielt.

Wer pfeift das Spiel um Platz 3?

Bisher nicht bekannt gegeben. Anpfiff 23:00 MESZ am Samstag, 18. Juli 2026.

Wie viele Tore hat Messi jetzt insgesamt?

8 Tore + 4 Assists in 7 Spielen. Karriere-WM-Tore: 21 (Weltrekord).

Quellen: Sky Sports, BBC Sport, Wikipedia, NBC Miami, Buenos Aires Times, The Tribune / ANI, Al Jazeera, The Guardian (15.–16. Juli 2026). Quoten: FanDuel via FOX/SI/fanduel.com, DraftKings via DK Network.

Spielen Sie verantwortungsvoll. 18+. Sucht Schweiz 0800 104 104 oder suchtschweiz.ch.

Erstellt von der Redaktion von „Kickquote“.